LinkedIn für Verbände: 5 Tipps für eine effiziente Social-Media- Strategie
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LinkedIn für Verbände: 5 Tipps für eine effiziente Social-Media- Strategie

Die Karriereplattform LinkedIn ist zu einer wichtigen Marketingplattform von Unternehmern, Arbeitgebern und Selbstständigen geworden. Auch für Verbände bietet der Social-Media-Riese aus den USA eine Vielzahl von Möglichkeiten. Aber was kann man machen, wenn die Ressourcen begrenzt sind? 
AutorIn:
Hanna
Veröffentlicht:
October 5, 2021

In diesem Blogbeitrag möchte ich Ihnen einfache Tipps zeigen, mit denen Sie auch mit kleinem Budget das Beste aus LinkedIn herausholen können. 

Warum ist LinkedIn nicht nur für Unternehmen wichtig? 

Lange Zeit stand LinkedIn im deutschsprachigen Raum im Schatten der Karriereplattform XING. Das hat sich in den letzten Jahren geändert: Heute kann der US-amerikanische Anbieter auf eine beachtliche Mitgliederzahl von mehr als 16 Millionen Nutzern in der DACH-Region blicken. 

Obwohl die Ausrichtung von LinkedIn nach wie vor international bleibt, haben immer mehr deutschsprachige Nutzer die Stärken des Netzwerkes erkannt. Mit den Jahren hat sie sich zunehmend von einem reinen Business-Netzwerk zu einem relevanten sozialen Netzwerk entwickelt, das über breite Themen und Trends informiert – sei es gesellschaftlich, politisch oder auch sozial. 

Diese Entwicklungen, eine zunehmende Abwendung von Facebook und die wachsenden Nutzerzahlen in Deutschland machen LinkedIn sind entscheidende Faktoren, die für eine Präsenz auf LinkedIn sprechen. 

5 Tipps für einen effizienten Umgang mit LinkedIn 

1. Der Content-Plan – die Voraussetzung für Erfolg 

Die Erfahrung zeigt immer wieder: Wenn Social-Media-Kanäle nebenher und ohne Plan bespielt werden, bleiben die erhofften Ergebnisse aus. 

Die größte Gefahr ist, dass die Posts unregelmäßig erscheinen und der Inhalt wenig durchdacht ist. Außerdem führt diese Herangehensweise zu unnötigem Stress, denn Beiträge müssen dann oft unter Zeitdruck „auf dem letzten Drücker“ geschrieben und veröffentlicht werden. 

Hier kann ein Content-Plan Abhilfe verschaffen. Ein Content-Plan ist vergleichbar mit einem Projektplan. Bevor wahllos Inhalte veröffentlicht werden, sollten zunächst Ziele und Meilensteine festgelegt werden. Am Ende entsteht eine Redaktionsplan, in dem Posts für mehrere Wochen oder Monate vorgeplant werden.  

Beantworten Sie unbedingt folgende Fragen: 

  • Was ist Ihr Ziel? 
  • Wen möchten Sie erreichen? 
  • Welche Themen sollen abgedeckt werden? 
  • Welche Content-Formate wollen Sie verwenden? (z.B. Video, Text oder Bild)
  • Wie oft soll gepostet werden? 
  • Welches Planungstool kann bei der Veröffentlichung helfen?

Wenn die grundlegenden Fragen geklärt sind, stellt sich noch eine weitere Frage: Wer ist zuständig für das Content Management? Soll das Profil intern gepflegt werden oder wird die Aufgabe zumindest teilweise an einen Dienstleister ausgelagert? 

Mit der richtigen Planung können Sie Ihre Ressourcen nicht nur gezielter einsetzen, sondern auch eine kontinuierliche Präsenz auf LinkedIn sicherstellen – ein wichtiger Faktor, um langfristig erfolgreich zu werden. 

Unser Tipp: Die Beziehungspflege und die Interaktion mit Ihrer Zielgruppe sollte nicht ausgelagert werden. Andere Routinearbeiten – z.B. Grafiken, Bilder, Texterstellung und das Einpflegen – können hingegen leichter von einem externen Dienstleister übernommen werden. 

2. Recyclen Sie Inhalte 

Eine häufig unterschätze Möglichkeit ist das Recyclen von Inhalten. Dabei werden vorhandene Inhalte (z.B. ein Artikel) in kleinere Häppchen zerteilt und in Posts umgewandelt oder auch für verschiedene Plattformen oder Medien umfunktioniert. 

Ein Beispiel: Sie möchten über ein politisches Thema informieren und haben dazu bereits einen Artikel veröffentlicht. Die wichtigsten Kernaussagen könnten Sie nun knapp und mit passendem Bildmaterial für LinkedIn-Posts nutzen. Sie könnten bestimmte Aussagen auch aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten oder in ein neues Medium transferieren, z.B. Videos. 

Sie können vorhandenes Material auch wiederverwerten, indem Sie es in bestimmten Abständen mit einem neuen Beschreibungstext einfach erneut posten. 

Das Recyclen von Inhalten hat eine Menge Vorteile: Sie müssen das Rad nicht jedes Mal neu erfinden und können so spürbar Kosten und Zeit sparen. 

Die Angst vor zu vielen Wiederholungen ist unbegründet: Die meisten Posts werden nur von einem Bruchteil der Follower gelesen. Indem Sie gute Inhalte mehrfach veröffentlichen, erhöhen Sie die Chancen, dass mehr Nutzer nichts verpassen. 

3. Kommen Sie ins Gespräch 

Oft werden soziale Netzwerke lediglich als Marketingkanal betrachtet. Dabei sind sie vor allem eins: ein Platz für soziale Interaktion. 

Über LinkedIn können Sie gezielt und mit einer geringen Hürde mit Menschen in Verbindung treten. Statistiken zeigen unter anderem, dass 45% der Leser von LinkedIn Artikel in hochrangigen Positionen sind. Eine Auseinandersetzung mit den Zahlen zeigt auch, dass die Zahl der veröffentlichten Inhalte und Interaktionen auf LinkedIn enorm hoch ist – Tendenz steigend. 

Aber: Nur 3 Millionen Nutzer teilen wöchentlich Inhalte auf LinkedIn und generieren damit 9 Milliarden Impressionen pro Woche. 

Wer aktiv und regelmäßig Inhalte produziert, gehört also immer noch zur Minderheit! Hier bietet sich daher eine gute Chance, Sichtbarkeit und Reichweite für die eigenen Themen zu bekommen – vor allem dann, wenn die Inhalte ansprechend gestaltet sind und zum Teilen anregen. 

Nutzen Sie Ihre eigenen Inhalte dazu, um ins Gespräch zu kommen. Antworten Sie regelmäßig auf Kommentare und Fragen unter Ihren Posts oder schreiben Sie auch gezielt Personen an, die Interesse an Ihren Inhalten zeigen und diese sogar regelmäßig kommentieren. 

Nutzen Sie auch interaktive Formate wie Umfragen oder offene Fragen, um herauszufinden, wie Ihre Zielgruppe denkt. Je besser Sie diese kennenlernen, desto leichter wird es Ihnen fallen, die Inhalte zu optimieren. 

4. Routinen entwickeln  

Eine große Herausforderung in Bezug auf Social Media ist die Regelmäßigkeit. Vor allem Unternehmen und Selbstständige beklagen sich oft, dass die Kommunikation und das Veröffentlichen auf sozialen Netzwerken zeitaufwändig sind. Auch Verbände stehen vor einem ähnlichen Problem: Wie kann man die begrenzten Ressourcen effektiv nutzen und die besten Ergebnisse erzielen? 

James Clear, der Autor des Bestsellers „Die 1%-Methode – Minimale Veränderung, maximale Wirkung“, schreibt: "Sie können die Dinge einfach halten und Stress reduzieren, indem Sie sich auf den täglichen Prozess konzentrieren und Ihren Zeitplan einhalten."

Der Schlüssel zum Erfolg, so Clear, sind Routinen. So können selbst wenige Minuten Training am Tag über einen längeren Zeitraum sehr viel bewirken. Mit LinkedIn verhält es sich ähnlich. 

Unser Tipp lautet daher: Entwickeln Sie zusammen mit Ihrem Team eine regelmäßige LinkedIn-Routine, bei der Sie zu einer festen Uhrzeit für einen bestimmten Zeitraum (z.B. 15 Minuten) Beiträge kommentieren oder auch direkt Personen anschreiben. 

Sie werden sehen: Über die nächsten Wochen und Monate können Sie Ihr Netzwerk mit wenig Zeitaufwand spürbar vergrößern. 

5. Sponsored Content bei LinkedIn

Spätestens beim Thema Werbeschaltung werden die meisten nervös, immerhin muss man dafür Geld in die Hand nehmen. Mit der richtigen Strategie kann sich die Investition aber durchaus lohnen. 

Anhand von Anzeigen können Sie gezielt bestimmte Personengruppen ansprechen. Mögliche Ziele einer Kampagne sind zum Beispiel: neue Leads generieren, die allgemeine Bekanntheit erhöhen oder auch mehr Interaktionen generieren. 

LinkedIn bietet dafür eine ganze Palette von effizienten Formaten von gesponserten E-Mails bis hin zu Sponsored Content und Updates. 

Unsere Empfehlung lautet: Langsam herantasten und gezielt relevante Inhalte bewerben. Starten Sie zunächst mit einem kleinen Budget und schauen Sie, was funktioniert. 

Fazit: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um mit LinkedIn zu starten! 

LinkedIn ist eine Plattform, die vor allem der Pflege und Erweiterung von Geschäftskontakten dient. Aber auch für Vereine und Verbände bietet Plattform viele spannende Möglichkeiten für Lobbyarbeit, Netzwerkaufbau und Beziehungspflege. 

Wer jetzt startet, hat die Möglichkeit, noch rechtzeitig auf den Zug aufzuspringen und die Potentiale von LinkedIn als „Early Adapter“ voll auszuschöpfen. 

Mit guter Planung gelingt das auch ohne großes Budget und mit einer schlanken Struktur. 

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